Prostatakrebs-SHG-HH - Glossar
 
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                                               ->  Stichwortverzeichnis von Ralf-Rainer Damm



Ablation:

Entfernen von Körpergewebe (z. B.Tumorgewebe) z.B. auch Entfernen durch Veröden bei Kathetereingriffen. Siehe auch TURP

Active Surveillance, AS:

Durch zunehmend verfeinerte Untersuchungsmethoden wird bei immer mehr Männern ein Prostatakrebs diagnostiziert. Gleichzeitig wächst jedoch die Unsicherheit, ob tatsächlich alle diese Tumore, von denen die meisten keinerlei Beschwerden verursachen einer invasiven Therapie wie u.a. Operation, externer Bestrahlung, Brachytherapie oder HIFU bedürfen.Alternativ können möglicherweise bestimmte Patienten mit einem gesicherten Prostatakarzinom engmaschig überwacht werden (Active Surveillance), um erst bei einem erkennbaren Fortschreiten des Tumors (Progression) invasiv behandelt zu werden. Active Surveillance bedeutet wahrscheinlich für viele Männer nicht nur den Aufschub einer invasiven Behandlung, sondern macht diese gänzlich überflüssig.Denn in vielen Fällen scheint eine Vorbeugung der besonders bösartigen Formen von Prostatakarzinom möglich zu sein. Im Gegensatz zu Deutschland tritt beispielsweise in Japan kaum Prostatakrebs auf. Verlagern Japaner ihren Wohnsitz in die USA und ändern ihre Ernährungsgewohnheiten, erkranken sie häufiger an Prostatakrebs. Daraus ist zu schließen, dass bestimmte Nahrungsstoffe die Entstehung von Prostatakrebs fördern können. Wissenschaftler empfehlen, weniger Fett zu essen, tierische Fette weitgehend durch mehrfach ungesättigte Pflanzenfette zu ersetzen und ausreichend Vitamin D und E sowie Selen aufzunehmen. Vor allem Sojaprodukte, Obst und Gemüse (Tomaten, Brokkoli, Kohl) wirken krebshemmend. Da jedoch eine sichere Vorbeugung nicht möglich ist, sind Früherkennungsmaßnahmen sinnvoll.        Siehe auch Ärzte Zeitung, 25.06.2015
       Weitere Informationen zur AS von der Martini-Klinik.

Adenom:

Gutartige Geschwulst, die von Drüsenzellen ausgeht.

Adjuvante Therapie:

Ergänzende oder unterstützende Therapiemaßnahme. Unter N
eoadjuvant versteht man eine Vorbehandlung z.B. Chemo oder Bestrahlung vor OP. 


Afterloading

Eine Form der Strahlentherapie. Beim Afterloading wird das Tumor-Gewebe zunächst mittels kurzen invasiven Eingriffs mit einigen nicht-strahlenden Führungen in Form von Hohlnadeln "gespickt". Daraufhin werden durch die Hohlnadeln (automatisiert) Strahlenquellen in den Tumor eingefahren. Sie verbleiben dort für einen bestimmten Zeitraum und werden danach wieder entfernt.  Das wird in der Regel nach einigen Tagen wiederholt. Anschließend erfolgen zusätzlich Bestrahlungen von außen. Diese Behandlung ist wie andere invasive Eingriffe natürlich nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen.

Alternative Therapien:

Therapien jenseits der Schulmedizin. Sie sollten nicht statt der Schulmedizin zum Einsatz kommen, sondern unterstützend. Siehe auch "Komplementäre Therapie".

Aminosäure:

Eine Aminosäure ist der einfachste Baustein des Eiweißes. Mehr als 10 Aminosäuren bilden ein Polypeptid. Mehr als 100 Aminosäuren bilden ein Eiweiß (Protein).

Analogon:

Substanz, die in der Struktur dem Vorbild ähnelt und sich deshalb auch an die entsprechenden Rezeptoren einer Zelle binden kann. Die Wirkung muss nicht unbedingt die gleiche sein wie die des Vorbildes. So kann ein Analogon auch nur den Rezeptor blockieren und bewirkt damit z. B., dass die im Körper dafür vorgesehene Substanz nicht mehr an diesen Rezeptor binden kann.

Anamnese:

Krankengeschichte eines Patienten.

ANNA-Methode  (Artifiziellen Neuronalen NetzwerkAnalyse)

Das System vergleicht die aktuellen Ultraschallbilder mit denen von gespeicherten Prostata-Tumoren. Eine Biopsiemethode, die mit nur 6 Stanzen den Krebs zielsicher treffen soll. Siehe auch -> hier   und Ärzte Zeitung online, 03.04.2014 -> hier

Androgene

Männliche Hormone, die die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale fördern. Das im Hoden gebildete Testosteron ist das wichtigste Androgen. Es befeuert das Wachstum des PCa.

Angst

Angst im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung wird von etwa 80 % der Betroffenen ohne psychoonkologische Intervention bewältigt. Am besten gelingt das, wenn sich der Kranke seiner Krankheit gegenüber stellt, sich mit ihr "auseinander-setzt", sie sich ansieht und sich fragt, wie gehe ich jetzt damit um? Es kann auch helfen, die eigenen Befürchtungen zu Ende zu denken. Wie wahrscheinlich ist es, dass die eine oder andere Situation eintritt? Antworten erhalten Betroffene z.B im Arztgespräch oder in einer Selbsthilfegruppe. Planen und vorsorgen: Was kann man tun, wenn die eigenen Ängste wahr werden? Manchen beruhigt es, frühzeitig alle Eventualitäten zu durchdenken, sich z.B. über mögliche Behandlungsoptionen bei fortgeschrittener Erkrankung informieren. Es kann auch entlasten, sich rechtzeitig um Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu kümmern. Hilfreich sind auch Entspannungstechniken, Bewegung und Sport. Manchen hilft auch Ablenkung, schöne Dinge tun und erleben, im Hier und Jetzt leben. Siehe auch hier

Antiandrogene

Medikamente, die die Wirkung der natürlichen Androgene aufheben. Da der Prostatakrebs oftmals androgenabhängig wächst, kann die Krebsentwicklung durch ein Antiandrogen eingeschränkt werden.

Angiographie:

Röntgenologische Darstellung der Gefäße (Arterien, Venen, Lymphgefäße) nach Injektion eines Kontrastmittels.

Bauchspeiceldrüse:

Auch Pankreas, lang gestreckte Drüse im Bauchraum. Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungssäfte, die sie in den Dünndarm abgibt. Diese Verdauungssäfte enthalten verschiedene Anteile, die bei der Verdauung von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten eine wichtige Rolle spielen. Außerdem werden in der Bauchspeicheldrüse Insulin (blutzuckersenkend) und Glukagon (blutzuckersteigernd) gebildet; diese Stoffe werden nicht in den Darm, sondern in das Blut abgegeben.

Bestrahlung: siehe Strahlentherapie

Bildgebende Verfahren:

Röntgen, klassischer Ultraschall, endoskopischer Ultraschall, Somatostatinrezeptor-Szintigraphie, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) es gibt 1.5 und 3 Tesla (=Magnetfeldstärke) Geräte, Angiographie, Positronen-Emissions-Tomographie (PET CT), PSMA PET CT.

Biochemische Verfahren:

Laboruntersuchungen, bei denen mit den Methoden der Chemie die Lebensvorgänge im Organismus (Stoffwechsel, Verdauung u. ä.) untersucht werden.

Biopsie:

Entnahme einer Gewebeprobe zur mikroskopischen Untersuchung. Die Entnahme geschieht mittels einer Biopsienadel meist unter Ultraschallkontrolle. Siehe auch ANNA. Zur Frage der Verschleppung von Krebszellen beim Prostatakrebs gehen die Meinungen auseinander. Während überwiegend ein Einfluss verschleppter Krebszellen auf den weiteren Krankheitsverlauf bestritten wird, deuten einige Studien auf ein verstärktes Vorkommen von Metastasen nach Biopsien hin. In nicht wenigen Fällen wird trotz erhärtetem Verdacht kein Krebs gefunden, weil er bei der Biosie nicht getroffen wird. Abhilfe kann das o.g. ANNA-Verfahren bringen oder die noch aufwändigere Roboterassistierte bildgestützte (MRT / PSMA-PET/CT) Prostatafusionsbiopsie (iSR`obotTM Mona-Lisa) siehe -> hier 
Als Alternative wird künftig oder vielleicht heute schon die "Liquid Biobsie" (siehe dort) an Bedeutung gewinnen.

Bisphosphonate

Eine Medikamentenklasse, die auf die Knochenfresszellen einwirkt und ihre Aktivität bremst, so dass es zu einer Schmerzlinderung, zu einer Verringerung des Frakturrisikos, zur Beseitigung einer lebensgefährlichen Kalziumvergiftung und nach Gabe neuerer Bisphosphate möglicherweise auch zu einer Verlangsamung des Metastasenwachstums kommt.

BPH

steht für Benigne Prostata-Hyperplasie, eine gutartige Prostatavergrößerung. In vielen Fällen kommt es dadurch zu Störungen bei der Blasenentleerung. Siehe auch unter Prostatavergrößerung.

Brustwachstum und Schmerzen (Gynäkomastie)

bei Einnahme von Flutamid oder Bicalutamid. Um das zu vermeiden kann man - vor der Einnahme - die Brustdrüsen operativ entfernen lassen oder mit Elektronen (geringe Eindringtiefe) bestrahlen lassen - z.B. an 5 Tagen mit je 3 Gy = 15 Gy oder mit 3 mal 4 Gy = 12 Gy (Martiniklinik). Auch Tamoxifen soll helfen (siehe bei Medikamente). Ebenso Kurkumin.

Chemoembolisation

Verschluss einzelner, einen Tumor ernährender Blutgefäße durch Einbringen chemischer Mittel über einen Katheter. Ziel ist die Unterbindung der Versorgung des Tumors und somit eine Schädigung des Tumorgewebes. Die Chemoembolisation ist auch eine spezielle Form der Chemotherapie, insbesondere zur palliativen Behandlung von Lebermetastasen mit einer lokal begrenzten Wirkung des Chemotherapeutikums. Hierbei wird über die Leistennarterie ein spezieller Katheter über die Aorta bis in die Leber geschoben. Dann wird das Chemotherapeutikum möglichst direkt in den Tumor geleitet und anschließend die den Tumor versorgenden Blutgefäße verschlossen (embolisiert). Dadurch wird der Gesamtorganismus geschont, wärend der Tumor maximal geschädigt wird. Siehe hierzu auch -> hier

Chemotherapie:

Spezifische Hemmung von Tumorzellen im Organismus mittels Chemotherapeutika (Substanzen, die im Idealfall den Stoffwechsel der Tumorzellen schädigen, ohne andere Zellen anzugreifen). In der Realität sind Chemotherapien immer mit mehr oder weniger gravierenden Nebenwirkungen verbunden. Fasten  - z.B. 36h vor und 24h nach der Chemo nur Wasser oder Tee - kann die Wiksamkeit der Chemo erhöhen und die Nebenwirkungen deutlich verringern (siehe hierzu unbedingt auch unter Fasten).

Chromogranin A:

Eiweißsubstanz und allgemeiner Tumormaker für GEP-Tumoren = Tumoren im Bereich des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Wird von normalen endokrinen Zellen und GEP-Tumorzellen produziert und in die Blutbahn abgegeben.

Computertomographie (CT):

Computergestütztes bildgebendes Röntgen-Verfahren. In einer Röhre (welche nicht so lang ist wie beim MRT) wird beim Patienten ein bestimmter Körperteil in Schichten durchstrahlt und elektronisch in Bilder umgesetzt, in denen sich die verschiedenen Gewebe gut voneinander unterscheiden lassen. Das ist mit einer gewissen Röntgen-Strahlenbelastung verbunden

CRPC:

Metastasiertes kastrationsresistes Prostatakarzinom. Die Behandlung ist schwierig. Eingesetzte Medikamente: Cabazitaxel, Abirateron, Enzalutamid, Radium 223, Denosumab.


Dendritische Zellen, Dendritic Cell Therapy (DCT) 

Es handelt sich um eine zellbasierte Immuntherapie. Dabei werden körpereigene Abwehrzellen durch spezielle Impfungen darauf programmiert, die Krebszellen zu bekämpfen. Weitere Informationen -> hier

Depotpräparat:

Arzneiform, die durch eine kontinuierlich Freisetzung des Wirkstoffes über längere Zeit eine konstante Blutkonzentration dieses Wirkstoffes bewirkt.

DHB = ADT3 = Dreifache Hormonblockade siehe  -> hier  und -> hier

Diabetes (Zuckerkrankheit) Typ I:

(jugendlicher Diabetes) dabei kommt es, meist bereits in der Kindheit oder Jugend, z.B. durch eine Autoimmunreaktion, zu einer Zerstörung der insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, bis schließlich kein Insulin mehr ausgeschüttet. Das kann u.a. durch frühe Gabe von Kuhmilch verursacht sein.

 

Diabetes (Zuckerkrankheit) Typ II:

(auch: Altersdiabetes genannt) dieser Diabetes Typ ist sehr viel häufiger als der Typ I Diabetes. Der Insulinmangel nimmt in der Regel langsam zu. Meist sind die Patienten über 40 Jahre alt und zu 80% übergewichtig. Übergewicht führt dazu, dass zunächst erhöhte Mengen an Insulin freigesetzt werden, mit der Folge, dass auf Dauer die Zellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren und die Bauchspeicheldrüse den erhöhten Anfordernissen nicht mehr gewachsen ist.

DNA-Zytometrie siehe http://www.prostata-shg.de/DNA-Zytometrie/
                                          http://www.uniklinik-duesseldorf.de/cytopathologie

Elektrolyte:

Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium.

Embolisation:

Verschluss einzelner, den Tumor ernährender Blutgefäße durch Einbringen kleiner Partikel über einen Katheter (siehe Chemoembolisation).

Endokrin:

Die Ausschüttung von Hormonen betreffend.

Enukleation:

Ausschälung

Ernährung und Prostatakrebs

Das Risiko, an PCa zu erkranken bzw. zu versterben und auch das Voranschreiten eines PCa hängt stark mit dem Lebenstil, insbesondere der Ernährung zusammen. 
Hier ein sehr interessantes Video (20 Minuten) dazu. es zeigt einen Vortrag von  Dr. med. Ludwig Manfred Jacob mit dem Titel:  Fleisch, Milch und Zucker: Sterblichkeit durch Prostatakrebs bis zu 27-mal höher. Siehe   -> Video  

Hier eine einfach zu merkende Ernährungsregel aus seinem Buch "Prostatakrebs-Kompass":

Trinke täglich 2 Liter reines Wasser, Grün- oder Kräutertee !!!
Iss Dich satt mit gering verarbeiiteter, vielseitiger, verträglicher Pflanzenkost
und vermeide möglichst tierische Lebensmittel, Zucker und Salz !!!

oder noch einfacher (nach René Gräber):

Möglichst naturbelassene Lebensmittel essen

Fasten

Fasten - z.B. 36h vor und 24h nach der Chemo nur Wasser oder Tee - kann die Wirksamkeit von Chemotherapien deutlich erhöhen und die Schädigung gesunder Zellen vermindern und damit die Nebenwirkungen deutlich abschwächen. Das belegen Studien an Mäusen und Menschen. Fasten triggert bei gesunden Zellen einen Schutzmechhanismus. Sie regulieren verschiedene Zellprozesse herunter, die etwa für Wachstum und Teilungsvorgänge notwendig sind. Anders bei Tumorzellen sie reagieren empfindlicher auf die Chemo.  Dieser synergistische Effekt von Nährstoffmangel und Krebsmedikament, von Schutzprogramm der gesunden Körperzellen auf der einen und Schwächung der Krebszellen auf der anderen Seite vervielfacht den Effekt !!! Mehr dazu siehe  hier -> hier ->  oder hier -> ein Vortrag von Valter Longo. Weitere Vorträge über Fasten hier -> Siehe insbesondere auch zu den Grundlagen Andreas Michalsen hier ->


Gamma-Strahlen:

Energiereiche elektromagnetische Strahlung, die beim radioaktiven Zerfall ausgesendet wird. Anwendung z. B. für die Strahlentherapie mit Kobalt-60.

Gleason-Score:

Der Gleason-Score dient der histologischen (feingeweblichen) Beurteilung des Prostatakrebses. Dabei wird der sogenannte Entdifferenzierungsgrad (d. h. der Grad der Abweichung der Differenzierung von Zellen, wie sie in normalen Gewebe vorliegt) der häufigsten und der zweithäufigsten Zellpopulation des Tumors bewertet. Zur mikroskopischen Einschätzung dient Material einer Prostata-Stanzbiopsie oder einer bereits operativ entfernten Prostata. Dabei werden für beide Zellpopulationen Werte von 1 bis 5 vergeben. Je höher der Wert, desto höher ist der Grad der Entdifferenzierung. Die Angabe erfolgt nach dem Muster: Gleason-Wert 1 + Wert 2 = Summe beider Werte. (Quelle Wikipedia) 
Beispiel: 
Gleason 3+3=6 ist ein Befund, mit eher niedrigem Risiko. 3+4=7a ist weiter fortgeschritten, 4+3=7b noch ungünstiger usw.
Ausführliche Informationen finden Sie -> hier (Download)


Glukagon:

Hormon der Bauchspeicheldrüse, das mit dem Insulin zusammen den Zuckerstoffwechsel steuert. Insulin wirkt blutzuckersenkend, Glukagon steigert dagegen den Blutzucker durch Mobilisierung der Zuckerreserven, z. B. in der Leber.

Glucose:

Glukose = "Traubenzucker" ist ein Monosaccharid (Einfachzucker) und gehört damit zu den Kohlenhydraten. Er sollte von Krebspatienten nicht verzehrt werden, weil dieser Zucker besonders schnell ins Blut geht und den Insulinspiegel hochtreibt. Beides fördert das Krebswachstum.


Granatapfel

Granatapfel kann laut Studienlage in Form von Granatapfelsaft das Fortschreiten des Prostatakrebses verlangsamen, d.h. die PAS-Verdoppelungszeit deutlich verlängern. Mehr dazu siehe -> hier und -> hier  
Anmerkung: Ich bekomme keine Provision von Dr. Jacobs, vielmehr bin ich von seiner Arbeit und seinen Produkten persönlich beeindruckt. 

Greenlight Laser

Speziell für die BPH-Behandlung wurde ein Laser entwickelt, der eine Wellenlänge von 532 nm hat. Dieser so genannte Greenlight Laser strahlt grünes Licht aus, dessen Wellenlänge optimal von Blutgefäßen und blutreichem Gewebe absorbiert wird. Der Blutverlust ist beim GREENLIGHT-Laser noch geringer als bei der HOLMIUM-Resektion. Ein Vorteil der Laserverfahren im Vergleich zur TURP (mit Elektroschlinge) besteht darin, dass aufgrund der Technologie weniger der Spülflüssigkeit – die bei allen Operationsverfahren der Prostata benutzt werden muss – in den Kreislauf des Patienten eingeschwemmt werden kann. Für Patienten mit Herz- Kreislauf-Erkrankungen kann die Einschwemmung größerer Mengen der Spüllösung gefährdend sein. Nachteile: Bei der Abtragung des Gewebes mit dem GREENLIGHT-Laser verbleibt eine oberflächliche Schicht von abgestorbenem Gewebe, das im Heilungsprozess nach und nach abgestoßen wird. Dies zieht sich über mehrere Wochen hin und in dieser Phase bestehen durchaus spürbare Symptome beim Wasserlassen, die dann aber abklingen. Diese Heilungsphase ist sowohl bei der TURP wie auch beim HOLMIUM-Laser oderThulium-Laser kürzer, weil bei diesen Verfahren die Gewebeabtragung mit klaren Schnitträndern erfolgt. Nachteilig ist auch, dass kein Gewebe für die histologische Untersuchung anfällt. Der GREENLIGHT-Laser wird daher künftig eher an Bedeutung verlieren.

HIFU:

HIFU steht für "High Intensity Focused Ultrasound", deutsch: "hochintensiver, fokussierter Ultraschall". Die HIFU-Methode stellt eine Thermoablation dar und ist angeblich ein besonders schonendes Verfahren. Über den Enddarm wird eine computergesteuerte Ultraschallsonde eingeführt. Die gebündelten Schallwellen lassen das Prostatagewebe, das den Blasenausgang blockiert, bei Temperaturen bis zu 95° C schmelzen. Das HIFU-Prinzip wird nicht nur zur BPH-Behandlung eingesetzt, sondern verstärkt für die Zerstörung von Krebsgewebe.

Hitzewallungen:

Hitzewallungen sind eine häufige Nebenwirkung´bei Hormonbehandlungen. Sie treten unterschiedlich stark und häufig auf und sind für Betroffene zum Teil sehr unangenehm. In manchen Fällen hat Remmifemin oder Remifemin plus geholfen, die Symtome zu lindern. Das Medikament ist rezeptfrei erhältlich und sollte ggf. nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden. Die Wirkung von Remifemin® tritt nicht sofort ein. Therapeutische Effekte zeigen sich erst nach ca. 2 Wochen.


Holmium Laser:

Auch  HOLMIUM:YAG-Laser. Als Medium wird ein Holmium-dotierter Yttrium-Aluminium-Garnet-Kristall verwendet, die Wellenlänge des gepulsten Laserstrahls beträgt 2100 nm (infrarotes Licht). Der Laserstrahl wird in Wasser und Gewebe gut absorbiert, am Gewebe erzeugt er durch Vaporisation eine gute Schneidwirkung. Die Koagulationstiefe beträgt ungefähr 2–3 mm. Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP): Bei der Therapie der Prostatavergrößerung ergibt sich gegenüber dem „Greenlight“-Laser der Vorteil, dass Prostatagewebe zur feingeweblichen Untersuchung gewonnen werden kann. So kann auch das Vorliegen eines Prostatakrebses bei vermeintlicher gutartiger Prostatavergrößerung diagnostiziert werden (immerhin in ca. 10% der Fälle). Eine Diagnoseverschleppung kann vermieden werden und dem Patienten frühzeitig eine weitere Therapie mit deutlich höherer Chance auf Heilung angeboten werden. Gegenüber der klassischen TUR-Prostata, in der mit einer stromdurchflossenen Schlinge das Prostatagewebe „abgehobelt“ wird, kann durch die Verwendung des Holmium Lasers das Risiko operationsbedingter Blutungen und damit verbunden auch das Risiko einer nötigen Bluttransfusion deutlich gesenkt werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Bluttransfusion sinkt von etwa zehn Prozent auf unter zwei Prozent. Aufgrund fundierter Studien ist die HoLEP als einziges Verfahren als Alternative zur klassischen Elektroresektion (TUR-P) oder offenen Schnitt-Operation in den Europäischen Leitlinien empfohlen sowie als einziges Laserverfahren seit dem 16.12.2010 vom G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuß der Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland) anerkannt. Üblicherweise wird der Katheter am zweiten Tag nach der Operation entfernt und der Patient kann am dritten Tag nach der Operation nach Hause entlassen werden. Der Harnstrahl ist bei allen Patienten erheblich stärker als vor der Operation, und fast alle Patienten können die Blase komplett oder weitgehend restharnfrei entleeren. Bis auf ganz wenige Einzelfälle können die Patienten auch weiterhin beschwerdefrei mit kräftigem Harnstrahl die Blase komplett entleeren, und ein Nachwachsen der Prostata, was eine erneute Operation erfordert hätte, tritt nicht auf. Ein Vorteil der Laserverfahren im Vergleich zur TURP (mit Elektroschlinge) besteht darin, dass aufgrund der Technologie weniger der Spülflüssigkeit – die bei allen Operationsverfahren der Prostata benutzt werden muss – in den Kreislauf des Patienten eingeschwemmt werden kann. Für Patienten mit Herz- Kreislauf-Erkrankungen kann die Einschwemmung größerer Mengen der Spüllösung gefährdend sein.

Hormesis Effekt: 

Geringe Strahlendosen sind "gesünder" als keine Strahlen. Durch schwache Strahlung werden die biologischen Reparaturmechanismen angeregt. Die Krebsmortalität unter den Nukleararbeitern mit einer durchschnittlichen arbeitsplatzbedingten Strahlenexposition, die nur ein kleines Vielfaches der natürlichen Hintergrundstrahlung beträgt, war in einigen Studien 15 bis 20 % geringer als die in der allgemeinen Bevölkerung. Siehe auch -> hier
Das Vorstehende betrifft natürlich nicht die in aller Regel viel höhere Strahlenbelastung bei einer Strahlentherapie.


Hormon:

Boten- oder Signalstoff, der von speziellen Zellen gebildet und in die Blutbahn abgegeben wird. Bereits kleinste Hormonmengen können bestimmte Stoffwechselabläufe im Körper auslösen.


Hormonentzug:


Die Ergebnisse einer randomisierten Phase III Studie (A. Nabid et al.) zur langfristigen Lebensqualität bei Hochrisiko Prostatakrebs zeigt, dass die Verkürzung des Androgenentzugs von 36 auf 18 Monate plus Bestrahlung nichts an der Effektivität der Therapie ändert, aber die Lebensqualität verbessert. Daraus folgt z.B.: Androgenentzug (mit drei Medikamenten = ADT 3 = DHB) – Kontrolle von PSA und Testosteron. Nach Erreichen der Zielwerte (PSA < 0,05 bei Testosteron < 0,2) noch ein Jahr Androgenentzug – dann Bestrahlung und Androgenentzug beenden. 
Siehe auch DHB = Dreifache Hormonblockade

 

Hyperthermie:

Hyperthermie oder Überwärmung ist eine Therapie durch Erwärmung des Körpers oder Teilen davon über die normale Themperatur hinaus. Sie wird z.B. auch zur Krebsbekämpfung eingesetzt, zählt aber noch nicht zu den anerkannten Standardverfahren und ist wohl auch von zweifelhaftem Nutzen. In besonderen Fällen kann sie jedoch in Kombination mit anderen Therapien nützlich sein. Weitere Informationen -> hier

Hypoglykämie:

„Unterzuckerung" – zu niedriger Blutzuckerspiegel.

Hypophyse (Hirnanhangdrüse):

Kirschkerngroßes, unterhalb der Gehirnbasis gelegenes Organ, das eine große Rolle bei der Regulation des Hormonhaushalts des Menschen spielt. Besteht aus dem Hypophysenvorderlappen und dem Hypophysenhinterlappen.

Hypothalamus:

Unter dem Thalamus (= „Sehhügel") gelegener Teil des Zwischenhirns, in dem Regulierungshormone gebildet werden, die über den Hypophysenstiel in die Hypophyse gelangen und dort spezifisch die Ausschüttung von Hormonen stimulieren oder hemmen. Steuert z. B. auch die Wärmeregulation oder den Blutdruck.

Immuntherapie:

Therapie zur Unterstützung des körpereigenen Immunsystems.
siehe auch -> hier  und  
-> hier

Impotenz, Erektile Dysfunktion, ED

Häufige Therapie-Nebenwirkung bei Prostatakrebs. Siehe Onko-TV (54 Minuten) -> hier


Insuffizienz:

Funktionsstörung

Insulin:

Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und den Blutzucker senkt. Wenn Insulin zu wenig wirkt (Insulinresistenz) oder wenig/gar kein Insulin mehr gebildet wird, steigt der Blutzucker stark an. Diese Krankheitheißt Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus. Zu viel Insulin sowie Insulinspitzen nach Weißmehl- und Süßprodukten führen zu Unterzuckerung und fördern das Krebswachstum

Interferon (Interferon-α):

Interferone sind natürlich vorkommende Stoffe, die eine steuernde Rolle im Abwehrsystem (Immunsystem) des Körpers spielen. Sie können insbesondere Abwehrmechanismen gegen Viren und Tumorzellen in Gang setzen. Interferon, insbesondere Interferon-α, wird als Medikament zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt.

Intermittierende Androgendeprivation

Hormonentzugstherapie mit Unterbrechungen, in denen der Testosteronspiegel im Blut wieder ansteigt und sich damit die Lebensqualität des Patienten deutlich verbessert. Weitere Informationen siehe -> hier

Irreversible Elektroporation (IRE) oder NanoKnife® Therapie

Organ erhaltende Entfernung des PK durch kurze starke Stromstöße. Wird seit 2013 in Heidelberg angeboten (siehe hier ->). Oder in Offenbach (siehe hier ->). Und auch an der Charité in Berlin (siehe hier ->)Siehe auch WikipediaDie Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) warnt allerdings in einer Presseinformation vom 04.02.2015 vor „falschen Hoffnungen“ und spricht von einer „ungerechtfertigten Werbung für diese Außenseitertherapie bei Prostatakrebs“. Siehe hier -.>

Kalium:

In Pflanzen und vielen Mineralien vorkommendes Alkalimetall. Unentbehrlicher Bestandteil jeder Zelle. Funktion: Steuerung von elektrischen Vorgängen der Zellen, insbesondere von Nerven und Muskeln; auch wichtig für den Wasserhaushalt der Zellen und des Körpers. Kalium ist auch wichtig für die normale neuromuskuläre Reizbarkeit, Reizbildung und Reizleitung des Herzens und zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks. 75 % der Männer und 90 % der Frauen erreichen nicht die vom FNB empfohlene Zufuhr von 4,7 g Kalium pro Tag (über die Nahrung). Kaliummangel kann chronischen Erkrankungen wie erhöhtem Blutdruck, Nierensteine, Verlust an Knochenmasse oder Schlaganfälle zur Folge haben.

Kalzium:

Weit verbreitetes, z. B. in Kalk und Kalksandstein vorkommendes Leichtmetall. Kalzium ist wichtig für die Knochenbildung. Darüber hinaus hat Kalzium antiallergische und gefäßabdichtende Funktionen sowie Funktionen bei der Blutgerinnung. Auch bei der Erregung der Nervenzellen und der Muskulatur spielt es eine zentrale Rolle. Männer sollten Kalziumkonsum (Milch- und Milchprodukte) dennoch meiden, da verschiedene Studien erhöhtes Prostatakrebsrisiko zeigen.  In einer US-Studie mit 50.000 männlichen Angestellten wurden Männer mit weniger als 500 mg/Tag und Männer mit mehr als 2500 mg/Tag Kalziumzufuhr verglichen. Die Zahl der an metastasierendem Prostatakrebs erkrankten, war bei der letzten Gruppe mehr als viermal so hoch. Die empfohlene Obergrenze für Männer liegt bei 1000 bis 1200 mg pro Tag.
 

Kastrationsbereich

nennt man einen Testosteronspiegel von kleiner gleich 0,2 ng/ml.


K
astrationsresistentes Prostatakarzinom:

Karzinom, das nicht mehr auf Testosteronentzug reagiert. Hirefür stehen folgende Medikamente zur Verfügung:  Docetaxel (Taxotere), Cabazitaxel (Jevtana), Abiraterone (Zytiga), Enzalutamid (Xtandi) und Xofigo (Radium-223-Dichlorid). Über die Reihenfolge des Einsatzes gibt es unterschiedliche Ansätze. Folgende Tumormarker sollten beim kastrationsresistenten Prostatakarzinom gelegentlich kontrolliert werden: PAP, CEA, CGA und NSE. Sie sollten unter der Therapie mit dem PSA sinken.

Komplementäre Therapien:

Komplementäre Therapien richten sich nicht gegen die Schulmedizin, sondern bieten Möglichkeiten, etwas zusätzlich zu tun, um mit der Krankheit und möglichen Nebenwirkungen der Therapie besser leben zu können. Komplementärmedizinische Beratung findet man u.a. im Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) im UKE in Eppendorf. Siehe hier -.>  Eine gute Quelle ist auch die  Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. oder das Dr. Jacobs Institut . Sehr informativ auch der Artikel "Komplementärmedizine Therapien beim Prostatakarzinom: Was macht Sinn?" Von Dr. Imke Thederan, Martini-Klinik  hier ->  Siehe auch "TCM" Traditionelle Chinesische Medizin. Siehe auch dieses Merkblatt vom DKFZ Krebsinformationsdienst hier -> 

Krankenhausdemenz:

Es kommt gar nicht so selten vor, dass ältere Menschen, wenn sie z.B. wegen eines Sturzes oder einer OP ins Krankenhaus eingewiesen werden, plötzlich innerhalb weniger Tage scheinbar dement werden, obwohl sie zuvor völlig ok. waren. Angehörige sollten sich nicht von den Krankenhausärzten einreden lassen, dass der Patient jetzt ins Pflegeheim müsse. Oft legt sich die krankenhausbedingte Verwirrung zu Hause nach kurzer Zeit. Ausführliche Erkärung siehe hier -> 


Kryotherapie:                                                                                   

auch als Kältetherapie bezeichnete invasive Behandlungsart. Mittels einer Kältesonde wird bei Temperaturen bis -200° C versucht, eine Prostatageschwulst zum Absterben zu bringen. 

Lasertherapie

Zur Durchführung der TUR siehe Greenlight Laser, Holmium-Laser, Thulium-Laser (RevoLix™)

Im Wesentlichen kommen derzeit drei Systeme mit spezifischen Vor- und Nachteilen zum Einsatz, die alle durch die Harnröhre geschoben werden. Schon seit den 90er Jahren wird mit dem Holmium-Laser (Wellenlänge 2140 nm)  experimentiert, nun hat er als erster das Genehmigungsverfahren der Kassen vollständig durchlaufen. Allerdings stellt der G-BA an den Operateur besondere Qualitätsanforderungen. Auch muss eine Intensivstation in Reichweite sein, heißt es in dem Beschluss. Der Laser wirke wie ein Presslufthammer, sagt Bach, da er die Energie stoßweise abgibt. Das stelle an den Urologen größere Anforderung, das Gerät habe eine "ausgeprägte Lernkurve". Dafür könne man damit aber das Prostataadenom ähnlich wie bei der offenen OP vollständig entfernen. Gleiche Vorteile verspricht der Thulium-Laser, (siehe -> hierder laut Bach, nicht ganz so schwer zu beherrschen ist. Die Lernkurve ist kürzer als beim Holmium-Laser. Wohl auch deshalb verbreite sich das System relativ zügig in den Kliniken.

Der Greenlight-Laser verdampft das Prostataadenom. Größte Bekanntheit erreicht der Greenlight-Laser, Markenname für die photoselektive Vaporisation der Prostata (PVP). Der grüne Lichtstrahl verdampft besonders das rote Prostata-Gewebe schnell und versiegelt gleich die Oberfläche. Ein Verfahren mit "extrem hoher Sicherheit", so Bach, das auch bei Risikopatienten eingesetzt werde, die beispielsweise Blutverdünner nehmen. Auch sei die Methode leicht zu beherrschen. Andererseits trägt sie Gewebeschichten langsam ab – weniger geeignet für größere Drüsen.

LH-RH-Analoga

Antihormonal wirkende Substanzen, die den Regelkreis der Geschlechtshormone blockieren. Dies geschieht auf Ebene der Hirnanhangdrüse. Durch LH-RH-Analoga wird dann kein Testosteron mehr produziert ("chemische Kastration"), das Wachstum des Prostatakarzinoms soll dadurch verhindert werden. Bekannte Medikamente sind z.B. die "3-Monatsspritze" Trenantone (auch als 1- oder 6- Monatsspritze verfügbar)  und Leuprone® HEXAL® 3-Monatsdepot siehe -> hier und andere mehr. Bei Anwendung von Herz-Kreislauf-Risikopatienten besteht ein erhötes Herz/Kreislauf-Risiko (Infarkt). Hier biten sich eher die LHRH Antagonisten asn.

LH-RH-Antagonisten

Z.B.: Firmagon® oder Plenaxis® sind Hormonblocker zur Behandlung von Prostatakrebs. Es sind LHRH Antagonisten, die im Gegensatz zu den LHRH-Agonisten, die Produktion von Testosteron sofort blockieren und daher den anfänglichen Testosteronanstieg vermeiden. Auch besteht kein erhötes Herz/Kreislauf-Risiko (Infarkt) wie bei den LHRH-Agonisten.Es können allerdings allergische Reaktionen, Herzrhythmusstörungen oder Veränderungen des EKG auftreten. Der Wirkstoff muß anfangs zweimal, danach einmal monatlich gespritzt werden.

Liquid Biopsie

Im Gegensatz zu durch Gewebeentnahme gewonnene Tumorzellen werden bei der Liquid Biobsie Krebszellen (zirkulierende Tumorzellen = CTCs),Teile davon bzw. Tumor-DNA (ctDNA und sogenannte mikroRNAs) in einem aufwendigen Verfahren aus dem Vollblut des Patienten gewonnen. Diese Methode eignet sich besonders zur Prognose, Therapiekontrolle, zur Unterstüzung der Medikation und eventuell künftig auch zur Früherkennung. Sie hat bislang (Feb.2017) noch keinen Eingang in die Routine gefunden - mit ganz wenigen Ausnahmen. Im UKE wird am Institut für Tumorbiologie (Tel. 015222825634) an dieser Technik gearbeitet und es werden auch entsprechende Dienstleistungen angeboten. Siehe hier -.>  
Siehe auch das Informationsblatt des Krebsinformationsdienstes: Siehe hier -.>

Lokalrezidiv

Erneutes Auftreten eines Tumors an einer bereits behandelten Stelle. Der Gegensatz hierzu ist das Fernrezidiv, auch Metastase genannt.

Lymphknoten:

In die Strombahn der Lymphgefäße eingeschaltete, etwa linsen- bis bohnengroße Knoten, die als Filter für schädliche und fremde Teile wie z. B. Erreger, Gifte, Tumorzellen oder Zellabbauprodukte funktionieren.

Magnetresonanztomographie (MRT):

Bildgebendes Verfahren ohne Einsatz von Strahlen. In einer Magnetröhre werden von einem bestimmten Körperteil elektronisch Bilder aufgenommen, die z. B. Informationen liefern, ob eine Vergrößerung eines Tumors vorliegt. Die MRT wird auch als „Kernspin-Untersuchung" bzw. NMR bezeichnet.

Meditation:

Meditation hat nachweislich sehr positive Effekte auf jeglichen Krakheitsverlauf - insbesondere die MBSR-Meditation („Mindfulness-Based Stress Reduction“). Prof. Jon Kabat-Zinn, (Ph.D. in Molekularbiologie vom MIT, wo er unter dem Medizin-Nobelpreisträger Luria arbeitete) gründete 1979 die renommierte Stress Reduction Clinic, Center for Mindfulness in Medicine, Health Care, and Society University of Massachusetts Medical School, die er bis 1995 leitete. In Youtube finden sich zahlreiche sehenswerte Beiträge von und mit Jon Kabat-Zinn
Siehe z.B. -> hier (englisch) oder -> hier (deutsch) insbesondere auch -> hier (englisch)

Metastase:

Tochteransiedlung eines bösartigen Tumors. Hierbei kommt es zu einer Ausbreitung von Krebszellen vom Ursprungsherd zu anderen Körperstellen.

Natron / Natronbad:

Natron (engl. Sodium Bicarbonate) ist der Kurzbegriff für Natriumhydrogencarbonat bzw. Natriumhydrogenkarbonat. Die chemisc

nnnenhe Formel für Natron lautet NaHCO3. Im Handel ist Natron unter den Bezeichnungen Speisesoda, Backsoda Speisenatron, Haushaltsnatron oder Natronsalz zu finden. Weitere Bezeichnungen sind Bicarbonat, Natriumbicarbonat oder doppelkohlensaures Natron. Markennamen sind "Kaiser Natron" und "Bullrich Salz". Natron als Hausmittel zur Linderung von Sodbrennen oder als Backpulver-Ersatz bekannt. 

Mit Hilfe von einem Natron-Bad kann man leicht entsäuern. Ein Natron Bad ist wohltuend, entschlackend, durchblutungsfördernd und macht eine samtweiche Haut. 100 g Natron in ein Vollbad geben und auf zusätzliche Badezusätze verzichten. Durch das Natron wird der pH-Wert des Wassers erhöht. Die Haut nach dem Natron-Bad nicht eincremen – sie fettet von allein schnell nach. Badewasser hat normalerweise einen neutralen pH-Wert von ungefähr 7. Durch das Natron erhöht sich der Wert bis auf pH 8,5. Nach ca. einer Stunde in dem Natron Bad, ist der pH-Wert im Körper messbar niedriger. Das Natron im Badewasser entzieht dem Körper Säuren. 2 bis 3 wöchentliche Natronbäder können den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen und im Gleichgewicht halten.
Weitere Informationen -> hier und -> hier


Nebenniere:

Halbmondförmige, der Niere aufsitzende hormonbildende Drüse. Im Nebennierenmark werden Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin gebildet, in der Nebennierenrinde die Kortikoide, z. B. Cortisol, und Testosteron.

Nebenbenwirkungen bei Hormonentzug vermeiden

siehe -> hier


Neoadjuvant

ist eine Vorbehandlung – adjuvant eine Nachbehandlung.


Neoplasie:

Autonome, ungeregelte Neubildung von Gewebe.

Neuroenokrin:

Das Nerven- und Hormonsystem betreffend.

Onkologie

Lehre von den Geschwulstkrankheiten bzw. deren Therapiemöglichkeiten (Medikamente, Operation, Strahlentherapie, physikalische Maßnahmen etc.).

Opererieren oder abwarten?

Siehe u.a.  -> hier       Siehe auch unten Prostatektomie


Palliative Thulium-Laser-Vapoenukleation der Prostata (pall. ThuVEP)

Bei sehr hohem PSA (dreistellig) ist die chirurgische Kapselgrenze oft nicht mehr vorhanden und das Gewebe hart, sodass hier vorteilhaft der Thuliumlaser als Schneidlaser zum Einsatz kommt. Miktionsbeschwerden sind bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom häufig. Die bisherige Methode der Wahl war die palliative transurethrale Resektion der Prostata (pall. TURP) mit dem Nachteil teils hoher Reoperationsraten und dem Risiko des TUR-Syndroms. Die Anwendung sowohl der photoselektiven Vaporisation der Prostata (PVP) als auch der HolmiumLaser-Enukleation der Prostata (HoLEP) im palliativen Kontext sind ebenfalls bekannt, allerdings wohl der Thulium-Therapie unterlegen. Wegen der teilweise komplett aufgehobenen Kapselgrenze bei gleichzeitig hartem Karzinomgewebe ist eine ausreichende Erfahrung mit den Methoden der Laserenukleation (HoLEP, ThuLEP, ThuVEP) unverzichtbar. Unterschiede mit Vorteil für ThuLEP ergaben sich hinsichtlich Blutverlust und Blutstillung, Vorteile für HoLEP ergaben sich bezüglich der Operationszeit. 


Palliativmedizin 

medizinischhe Versorgung von Menschen mit lebenbedrohlicher Erkrankung und deren Angehörigen, die nicht primär auf Heilung sondern auf Verbesserung bzw. möglichst lange Erhaltung der Lebensqualität abzielt. Definition der WHO: Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten, mit einer progredienten, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung der Schmerzen, anderer Krankheitsbeschwerden, psychologischer, sozialer und spiritueller Probleme höchste Priorität besitzt.    Siehe auch -> hier  Rechtliche Grundlagen -> hier 
Siehe auch (unten) Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)


Pankreas:

Bauchspeicheldrüse

Patientenakte

Laut BGB § 630g steht jedem Patienten eine Kopie seiner Patientenakte zu. Sowohl vom behandelnden Arzt als auch ggf. vom Krankenhaus. Einer Begründung durch den Patienten bedarf es nicht. Auf Nachfrage kann man z.B. sagen "für meine Unterlagen". Die Einsicht ist unverzüglich und vollständig zu gewähren, d.h. ohne schuldhaftes Zögern, wobei max. 14 Tage angemessen erscheinen. Bei Schwierigkeiten auf das BGB § 630g berufen (Musterbrief -> www.test.de/patientenakte). Man kann sich auch bei der Ärztekammer beschweren. Quelle Siftung Warentest August 2015.  


PCa

Siehe Prostastakrebs

Peptid:

Kurzkettiges Eiweiß, das sich aus mehreren Aminosäuren (den kleinsten Eiweißbausteinen) zusammensetzt.

Perkutan:

Durch die Haut.

PET/CT = PET + CT

Positronen-Emissions-Tomographie, ein bildgebendes nuklearmedizinisches Verfahren, mit dem sich Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar machen lassen. Tumorzellen können an ihrem beschleunigten Zuckerstoffwechsel erkannt werden. Dazu wird dem Patienten ein mit einem Positronenstrahler markierter Stoff injiziert, der sich besonders in den stoffwechselaktiven Tumorzellen anreichert. Diese lassen sich anhand der beim Zerfall des Radiopharmakons ausgesandten Strahlen mit Hilfe eines Scanners lokalisieren. In der Regel keine Kostenübernahme der Krankenkassen. Siehe auch -> hier

Prostata

Auch Vorsteherdrüse genannt. Sie ist direkt unter der Harnblase lokalisiert. Am Blasenausgang umgibt die Prostata ringförmig die Harnröhre. Die kastaniengroße Prostata besteht aus den eigentlichen Drüsenzellen mit ein- oder zweireihigem Drüsenepithel, aus elastischem Bindegewebe und glatten Muskelfasern nebst Blut- und Lymphgefäßen und Nervenfasern. Die Prostata entlässt bei der Ejakulation ein dünnflüssiges, milchiges Sekret in die Harnröhre, wo es dem Samen beigemischt wird und die Beweglichkeit der Samenzellen steigert.

Prostata-Arterienembolisation (PAE) bei benigner Prostatahyperplasie (BPH)

Die PAE ist eine neuartige minimal-invasive Therapie bei der bestimmte die Prostata versorgende Blutgefäße verschlossen werden, wonach sich die Prostata zurückbildet. Das führt bei etwa 3/4 der Betroffenen zu einer raschen und anhaltenden Symptomverbesserung. Siehe -> hier

Prostatakrebs

Auch Prostata-Karzinom (PCa) Bösartiger Tumor mit möglicher Metastasenbildung. Behandlung u.a. mit Hormonenentzug, transurethraler Resektion, radikaler Prostatektomie, radioaktiver Bestrahlung (=> Seeds) oder mit Ultraschall (z. B. HIFU). Vor der endgültigen Therapieentscheidung sollten sich die Betroffenen in aller Ruhe gründlich über Chancen und Risiken der Therapien informieren und eine Zweitmeinung einholen. In aller Regel ist keine Eile geboten. In vielen Fällen kann ganz auf eine Therapie verzichtet werden. Siehe auch Active Surveillance, Active Protection und  Watchful Waiting

Prostatakrebszentren zertifizierte:

Der Begriff "Prostatakrebszentrum" ist nicht geschützt. Nur der Zusatz "zertifiziert" garantiert, dass es sich wirklich um ein geprüftes und zertifiziertes Zentrum handelt. Es gibt bislang 2 verschiedene Gruppen: 
1.) Die von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Krebs- und Prostatakrebszentren. Siehe -> hier
2.) Die vom Dachverband der Prostatazentren zertifizierten Prostatazentren, die auch gutartige Prostataerkrankungen behandeln. Siehe -> hier

Prostatavergrößerung, gutartige:

Auch BPH, gutartige Prostatavergrößerung. In vielen Fällen kommt es dadurch zu Störungen bei der Blasenentleerung.

Medikamente: 1.) Pflanzliche Prostatamittel aus Brennnessel, kalifornischer Sägepalme und Arzneikürbis sind Umsatzrenner in den Apotheken. Einige der pflanzlichen Präparate können bei leichteren Fällen die Blasenentleerung wohl verbessern - doch es gibt noch keine verlässlichen Studien über die Wirksamkeit. 2.) Sogenannte Alphablocker (z.B. Tamsulosin) entspannen die kleinen Muskelzellen der Prostata und erweitern so die Harnröhre. Die Wirkung setzt bereits wenige Stunden nach der Einnahme ein. Auf die Vergrößerung der Prostata haben die Medikamente jedoch keinen Einfluss. 3.) Die 5-Alpha-Reduktase-Hemmer ( z.B. Finasterid) können eine vergrößerte Prostata sogar schrumpfen lassen - um etwa 20 Prozent. Ihre Wirkung tritt jedoch oft erst nach Monaten ein. Außerdem können hormonelle Nebenwirkungen und Potenzstörungen auftreten. Muskarinrezeptorantagonisten beeinflussen ebenfalls das vegetative Nervensystem und reduzieren den häufigen Harndrang.

Helfen kann in leichteren Fällen auch eine Verhaltenstherapie mit Beckenbodentraining, Blasenmuskeltraining, Blasentagebuch und Änderung der Trinkgewohnheiten.

OP: 1.) Das Standardverfahren ist noch immer die Ausschälung der Prostata (Bipolare Turp): Mit einem durch die Harnröhre eingeführten Endoskop wird überschüssiges Gewebe mit einer Schlingenelektrode abgetragen und dabei die Wundfläche gleich verschorft. Es gibt kein anderes operatives Verfahren, dessen langfristiger Erfolg so gut belegt ist. Wie bei jeder OP, kann es aber dabei auch zu Komplikationen kommen: Blutungen während und nach der Operation sowie das Auftreten einer dauerhaften Harninkontinenz können auftreten. In 60 bis 90 Prozent aller Fälle treten Ejakulationsstörungen auf. Die Fähigkeit zur Erektion bleibt aber in der Regel erhalten. Der Eingriff eignet sich nicht für Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko - zum Beispiel bei Einnahme von Marcumar. 2.) Anstelle des elektrischen Vorgehens kann das Prostatagewebe auch mithilfe von Laserstrahlen entfernt werden. Diese werden meist bei Patienten mit kleineren Drüsen und bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko angewandt. Während herkömmliche Laser das überschüssige Gewebe einfach komplett verdampfen, schneiden es Lichtskalpelle heraus. Die Tulium-Laserenukleation eignet sich besonders für Patienten mit hohem Blutungsrisiko. Der Eingriff erfolgt durch die Harnröhre, Blutungen verschweißt der Laser sofort. Ein spezielles Instrument zerkleinert das abgetragene Gewebe in der Blase, von dort wird es dann herausgespült. Sowohl die Blutungs- als auch die Inkontinenzrate ist dabei deutlich geringer als beim Ausschälen. Siehe auch Greenlight Laser und Lasertherapie.

Urolift-Implantate (-> Video) sind ein weiteres, schonendes Verfahren. Dabei wird die Prostata gerafft. Dazu werden durch die Harnröhre spezielle Anker in die Prostata eingebracht. Sie raffen das Prostatagewebe und erweitern dadurch den Durchmesser der Harnröhre. Der Harnfluss erhöht sich danach durchschnittlich um ein Drittel. Die Patienten geben eine Verbesserung der Symptome und eine Steigerung der Lebensqualität an. Im Rahmen von Studien konnten nur leichte Komplikationen wie Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin beobachtet werden. Das Verfahren eignet sich insbesondere für junge Pateinten, die ihre Zeugungsfähigkeit erhalten wollen. Die Prostata darf dabei nicht mehr als 60 Gramm wiegen. Die Vergrößerung darf also noch nicht weit vorangeschritten sein. Da bei diesem Verfahren die Ursachen der Beschwerden nicht beseitigt werden, schreitet das Wachstum der Prostata fort. Die Verankerungen könnten dadurch möglicherweise im Verlauf ausreißen und eine weitere Therapie erforderlich sein. Daher müssen Langzeitstudien zeigen, ob sich die anfänglich guten Behandlungsergebnisse auch über einen längeren Zeitraum nachweisen lassen. 

Prostatektomie, radikale

Operative Entfernung der Prostata. Vor der endgültigen Therapieentscheidung sollten sich die Betroffenen in aller Ruhe gründlich über Chancen und Risiken der Therapien informieren und eine Zweitmeinung einholen. In aller Regel ist keine Eile geboten. In vielen Fällen kann ganz auf eine Therapie - zunächst oder sogar ganz - verzichtet werden. Siehe auch Active Surveillance, Active Protection  und  Watchful Waiting. Mehr zur radikalen OP -> hier

Prostatitis

Entzündung der Prostata

PROSTVAC-VF

ist ein auf Pockenvirus-basierten Krebs-Impfstoff, wird gentechnisch hergestellt. Es enthält das Prostata-spezifische Antigen PSA und drei stimulierende Moleküle. Das Medikament wird zusammen mit GM-CSF siebenmal im Abstand von 2 bzw. 4 Wochen unter die Haut gespritzt. Die Behandlungsphase in dieser Studie dauert 5 Monate. Gesamtdauer inklusiv Nachbeobachtung dauert ca. 5 Jahre. Bisher wurde PROSTVAC-VF nur in einer kleineren Studie getestet. Aktuell werden größere klinische Studien durchgeführt. àNäheres siehe hier    à und hier

PSA

Prostataspezifisches Antigen. Das PSA ist ein Organmarker, den die Prostata bei Tumorbefall aber auch z.B. bei einer Prostataentzündung vermehrt ins Blut absondert. Durch das PSA kann der behandelnde Arzt Aussagen darüber treffen, ob der Verdacht auf eine Krebserkrankung vorliegt bzw. abschätzen in welchem Stadium sich die Tumorerkrankung befindet. Auch kann durch den PSA-Verlauf beurteilt werden, ob eine Therapie beim Patienten anschlägt. Der PSA-Wert kann aber auch bei Prostatitis erhöht sein und ist auch vom Prostatavolumen abhängig. PSA wird außer in der Prostata in folgenden Organen (geringfügig) synthetisiert: Herz, Lunge, Leber, Parotis (Ohrspeicheldrüsen), Ovarien, Bronchien, Nieren, Pankreas und mehr (nach Prof. Klippel). Dieser Anteil ist in der Regel kaum messbar, kann aber eine Erklärung sein, wenn nach Entfernung oder Bestrahlung der Prostata der PSA-Wert nicht ganz auf Null geht. Der PSA darf bei einem 60 bis 70 jährigen bis 0,5 ng/ml/Jahr bei einem 70jährigen jährlich um 0,75 ng/ml unbedenklich steigen. (Dr. Eichhorn) 

Verschiedene Faktoren können also den PSA-Test verfälschen. Neben einer gutartigen vergrößerten Prostata kann auch eine Entzündung Ihrer Prostata für erhöhte Werte sorgen, auch durch Herpes im Anal oder Genitalbereich. Harter Stuhlgang. Grundsätzlich können jegliche Erkrankungen, Reizungen und Entzündungen der Prostata den PSA-Spiegel ansteigen lassen. Möglichst auch kein Wechsel von Labor und/oder Analyse-Methode!

Folgendes ist vor einem PSA-Test zu vermeiden, es führt zu erhöhten PSA-Werten:

Rektaler Untersuchung, 1-2 Tage
Sex, Ejakulation, 2 - 3 Tage
Radfahren, 1 Woche
Motorrad fahren, 1 Woche
Reiten, 1 Woche
Rudern, 1 Woche
Digitale rektale Untersuchung,  2 Wochen
Prostata-Massage, 2 Wochen
Prostata Biopsie,  4 - 6 Wochen
(diese Angaben werden von manchen Medizinern bezweifelt. Jedenfalls liegt man auf der sicheren Seite, wenn man sie beachtet)

Siehe auch: Das intelligente Verwenden des PSA für das Management von Prostatakrebs
 

PSMA  (Prostata-spezifisches Membran-Antigen)

PSMA kommt auf normalen Prostatazellen und Prostatakrebszellen vor. Des Weiteren findet es sich auf Zellen der Neovaskulatur (neugebildeten Gefäßen) anderer Tumorarten. Mit dem Progressions- und Metastasierungsgrad nimmt die Expression von PSMA zu. Durch die hohe Spezifität stellt es als Tumormarker ein ideales Zielantigen für neue Therapieansätze gegen das Prostatakarzinom dar. Für diagnostische Zwecke können PSMA-spezifische monoklonale Antikörper für bildgebende Verfahren verwendet werden.  Als Nebenwirkung können die Nieren, Speichel- und Tränendrüsen geschädigt werden.
Zur weiteren Information siehe  -> 
hier (Heidelberg, Prof. Uwe Haberkorn)
oder -> hier  
(Professor Dr. med. Richard Paul Baum, Zentralklinik Bad Berka)
oder -> hier (Münster) oder -> hier (Bonn) 

Psychoonkologie:

Die Psychoonkologie ist eine Lehre, die die seelischen Folgen einer Krebserkrankung erforschtDie Psychoonkologie bzw. psychosoziale Onkologie ist eine spezielle Form der Psychotherapie, die sich mit den psychischen und sozialen sowie sozialrechtlichen Bedingungen und Folgen einer Krebserkrankung befasst. Besonderes Augenmerk richtet die Psychoonkologie auf die psychischen Belastungen, die ein Mensch aufgrund seiner Krebserkrankung erfährt. Dabei wird der Stellenwert einer psychoonkologischen Betreuung in der Prostatakrebstherapie zunehmend größer. Verschiedene Studien konnten belegen, dass eine psychosoziale Betreuung die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern kann. Es herrscht heute im Allgemeinen Einigkeit darüber, dass eine erfolgreiche Krebstherapie nicht nur aus der medizinischen Komponente, sondern auch aus psychosozialen Hilfestellungen besteht. Siehe auch dieses Video (Onko TV, 36 Minuten)

Radiofrequenzablation:

Methode zur lokalen „Verkochung" von Gewebe. Mit einer Sonde, an deren Spitze durch hochfrequente Wechselstromfelder Temperaturen bis 100 °C erzeugt werden, lassen sich Metastasen CT-gesteuert gezielt koagulieren.

Radioligandentherapie:

Im Gegensatz zur konventionellen externen Strahlentherapie handelt es sich bei der Radioligandentherapie um eine „interne" Strahlentherapie, bei der sich das intravenös verabreichte Radiopharmazeutikum spezifisch im Tumor anreichert. Die selektive Bindung an die Tumorzellen wird dadurch erreicht, dass man als Trägermolekül ein Somatostatin-Analogon verwendet, das wie ein Schlüssel in die auf den GEP-Tumorzellen meist in besonders hoher Anzahl vorhandenen Somatostatinrezeptoren passt. An das Trägermolekül ist ein radioaktiver Strahler (z.B. 90Yttrium oder 111Lutetium) gebunden, der die Tumorzellen mit einer Reichweite von 1–6 mm bestrahlt.

Rektale Untersuchung

Bei der rektalen Untersuchung wird die Prostata vom Rektum (Enddarm) aus untersucht.

Retadiert:

Hinausgezögert, verlängert. Arzneimittel mit Retardwirkung haben durch eine besondere Zubereitungsform eine wesentlich verlängerte Wirkung.

RevoLix™, Thulium-Laser

Siehe -> hier. Siehe auch Lasertherapie

Rezeptor:

Ein Rezeptor ist eine Empfangs- oder Aufnahmestelle auf der Oberfläche einer Zelle für bestimmte Reize. Einige Zellen binden z. B. Hormone an ihren Rezeptoren, wodurch eine spezielle Funktion in oder an der Zelle ausgelöst wird. An diese Rezeptoren können auch künstlich hergestellte Substanzen (z. B. Medikamente) binden und dadurch eine Wirkung erzielen

Salutogenese:

Zu Deutsch etwa "Entstehung von Gesundheit, Gesundheitsentstehung" im Gegensatz zu Pathogenese (Entstehen von Krankheit). Seit 2013 gibt es einen „Arbeitskreis Salutogenese bei Krebs“ Siehe -> hier


Schwefel (MSM – Organischer Schwefel - Methylsulfonylmethan)

Organischer Schwefel in Form von MSM ist von erheblicher gesundheitlicher Bedeutung und kann nicht nur bei Krebserkrankungen sehr hilfreiche Wirkungen entfalten!  Schwefel ist ein lebenswichtiges Element und der menschliche Körper besteht zu 0,2 Prozent aus Schwefel. Schwefel ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Enzymen, von Hormonen (z. B. Insulin), von Glutathion und von vielen lebenswichtigen Aminosäuren (z. B. Cystein, Methionin, Taurin). Die genannten Aminosäuren sind starke Antioxidantien. Wer zu wenig Schwefel zu sich nimmt, kann unter folgenden Symptomen leiden: Gelenkbeschwerden, Probleme mit der Leber, Durchblutungsstörungen, Niedergeschlagenheit, Ängste, stumpfes Haar, fahle Haut, grauer Star, brüchige Fingernägel, schlaffes Bindegewebe und vieles mehr. Menschen mit den verschiedensten Allergien berichten oft schon nach wenigen Tagen der MSM-Einnahme von einer gravierenden Besserung ihrer allergischen Symptome. Schwefel ist außerdem in der Gelenkschmiere und in der Innenschicht unserer Gelenkkapseln enthalten.
Weitere Info   -> hier  und  -> hier


Seeds

sind kleine, reiskorngroße Nadeln oder Körner, die radioaktiv strahlende Isotope zur lokalen Strahlentherapie enthalten. Sie werden beispielsweise bei PCa im Rahmen einer Strahlentherapie in die Prostata implantiert.

Selen

Bei an Krebs Erkrankten gelten Selenspiegel zwischen 130 und 150 ng/ml als optimal. Zu niedrige aber auch zu hohe Selenwerte können langfristig einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben. Am besten ist es daher, wenn vorher der Selenspiegel im Vollblut gemessen wird. Bei Prostatakrebs kann zusätzlich die Bestimmung der Genvariante Superoxiddismutatse SOD-2 wichtig sein, da hier durch eine Selengabe die Aggressivität des Tumors gesteigert wird.

Es muss übrigens nicht immer ein Nahrungsergänzungspräparat sein: In der Nahrung sind Kokosmilch, Kokosflocken, Kokosfett, Sesam und Paranüsse die beste Quelle für Selen. Bereits 2 Paranusskerne (z.B. aus Bolivien) am Tag sollten für eine gute Grundversorgung mit Selen ausreichen.

Sequenzielle Hormontherapie SAB

Die Sequentielle Androgenblockade ist eine selten abgewandte Form einer antihormonellen Behandlung unter Einsatz zweier Wirkstoffe:
– eines Antiandrogens (Flutamid, Bicalutamid oder auch Andrcur) und
– eines 5-alpha-Reduktase-Hemmers (Finasterid, Dutasterid oder auch Duodart)
Die SAB wird zum Beispiel angesprochen in dem Buch "Ein Ratgeber zum Prostatakrebs" von Dr. Stephen B. Strum und Donna Pogliano, wo es heißt: " Die sequentielle Androgenblockade (SAB) ist eine Variante der ADT. Sie beruht auf einem Ansatz mit zwei Medikamenten und dem Ziel, das Wachstum des PK mit Hilfe einer Androgen-Deprivation auf der Ebene der Tumorzellen zu stoppen. Gleichzeitig soll der Testosteronspiegel im Serum im Normalbereich gehalten werden in der Hoffnung, so die sexuellen Funktionen erhalten zu können. Dazu hier eine ermutigende Studie. Mögliche Nebenwirkungen u.a. Brustwachstum und Schmerzen (Gynäkomastie) - siehe dort. Der folgende Link führt zum Erfahrungsbericht eines Betroffenen. Siehe -> hier

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Neue Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) dient – in Ergänzung zur allgemeinen ambulanten Palliativversorgung – dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung von Palliativpatienten so weit wie möglich zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung, in stationären Pflegeeinrichtungen bzw. stationären Hospizen zu ermöglichen. Nur ein Teil aller Sterbenden benötigt diese besondere Versorgungsform. 

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung richtet sich an Palliativpatienten und deren soziales Umfeld, wenn die Intensität oder Komplexität der aus dem Krankheitsverlauf resultierenden Probleme den Einsatz eines spezialisierten Palliativteams (Palliative Care Team) notwendig macht - vorübergehend oder dauerhaft. Sie erfolgt im Rahmen einer ausschließlich auf Palliativversorgung ausgerichteten Versorgungsstruktur. 

Diese beinhaltet insbesondere spezialisierte palliativärztliche und palliativpflegerische Beratung und/oder (Teil-)Versorgung, einschließlich der Koordination von notwendigen Versorgungsleistungen bis hin zu einem umfassenden, individuellen Unterstützungsmanagement. Multiprofessionalität, 24-stündige Erreichbarkeit an sieben Tagen in der Woche und Spezialistenstatus (durch Weiterbildung und Erfahrung) der primär in der Palliativversorgung tätigen einzelnen Leistungserbringer sind unverzichtbar. 

Das Team führt regelmäßige multiprofessionelle Teamsitzungen und Fallbesprechungen durch und arbeitet eng mit den Strukturen der Primärversorgung (z.B. niedergelassene Ärzte, Pflegedienste, Krankenhäuser, stationäre Pflegeeinrichtungen) sowie den Einrichtungen der Hospizbewegung zusammen. SAPV kann als alleinige Beratungsleistung, Koordinationsleistung, additiv unterstützende Teilversorgung oder vollständige Patientenversorgung verordnet werden. Leistungen nach SGB XI sind jedoch nicht Bestandteil der SAPV. (Definition DGP und DHPV 15.01.2009)

Rechtliche Grundlagen -> hier


Sport

Neue Erkenntnisse der Krebs-Forschung: Sport wirkt wie ein Medikament. Die Wirkung von Sport bei Krebspatienten wurde bereits in einigen klinischen Studien untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass körperliche Aktivität messbar die Nebenwirkungen einer Chemotherapie oder antihormonellen Behandlung reduzieren kann. Außerdem steigert sich die Leistungsfähigkeit der Betroffenen und das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Doch nicht nur das: Körperliche Aktivität hat auch direkte Einflüsse auf die Entstehung von Krebs und den Verlauf einer Krebserkrankung.

Die Ärztezeitung schreibt am 09.03.2016 
sogar: Wer nach der Diagnose Prostatakrebs viel Sport treibt, halbiert offenbar das Risiko, am Tumor zu sterben. Das belegt eine kanadische Langzeitstudie. Siehe -> hier


Stampede Studie

Die Stampede Studie erbrachte in 2015 die Erkenntnis, dass unter gewissen Voraussetzungen eine frühe Chemotherapie kombiniert mit Hormonentzugstherapie einen substantiellen Überlebenvorteil bringt. Weitere Informationen siehe -> hier


Strahlentherapie:

(noch unvollständig, in Arbeit...) 

Bekannt sind Seeds, Afterloading, IMRT, Cyberknife, Rapid-Arc oder Protonenbestrahlung.

Die recht häufige Nebenwirkung der Enddarmentzündung und/oder Blutung kann durch 
z.B. durch den Space OAR reduziert werden. Dabei wird ein Hydrogel zwischen Darm und Prostata gebracht, um den Abstand zwischen den Organen zu vergrößern. So sinkt die Verletzungsanfälligkeit des Darms durch die Bestrahlung erheblich. Allerdings wird dieses Verfahren eher selten angeboten.

Bei großflächiger Beckenbestrahlung wurde von Experten eine lang anhaltende Beeinträchtigung des Immunsystems beobachtet.

Suspension:

Aufschwemmung von feinen festen Teilchen in einer Flüssigkeit (Suspendierlösung).

Symptom:

Krankheitszeichen

Syndrom:

Symptomkomplex, Gruppe von gleichzeitig auftretenden Krankheitszeichen.

Synthetisch:

Künstlich hergestellt.

Szintigraphie:

Nuklearmediziniche Untersuchungsmethode. Verfahren, bei dem kurzlebige radioaktiv markierte Substanzen dem Körper zugeführt, im Körper räumlich verteilt und dann z. B. mit einer Gamma-Kamera registriert werden.

TCM, Traditionelle Chinesische Medizin

Die TCM ist eine ganzheitlich ausgerichtete, auf den Erfahrungen von Jahrtausenden beruhende Therapie. Weitere Informationen siehe -> hier


Testosteron:

Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon. -> Siehe auch hier

Therapie:

Behandlung einer Krankheit, Heilverfahren.

Thulium-Laser (RevoLix™)

Der Thulium-Laser ist die jüngste Entwicklung auf dem Gebiet der Prostata-OP-Laser. Thulium ist ein chemisches Element (Metall der seltenen Erden) mit dem Symbol Tm und der Ordnungszahl 69. Die geringe Eindringtiefe des Thulium(Tm:YAG)-Lasers mit ca. 250 µm verhindert eine thermische Tiefenschädigung. Der Thulium-Laser (Wellenlänge je nach Ausführung 1,9–2,01 µm) wird z.T. als Idealer OP-Laser für Prostata-OPs bezeichnet. 
Siehe z.B. -> hier. Siehe auch oben "Lasertherapie"

T-Lymphozyt:

Weißes Blutkörperchen mit wichtiger Abwehrfunktion innerhalb des Immunsystems.

TNM-System

Klassifikation der Tumoren je nach Größe und Ausdehnung des Tumors (T), der befallenen oder nicht befallenen Lymphknoten (N) oder anderer Organe (M).

Transurethale Prostata-Resektion (TUR-P)

Die transurethale Prostata-Resektion ist eine Operationsmethode, bei der mittels einer Elektroschlinge das Postata-Gewebe von der Harnröhre her "abgehobelt" wird. Siehe auch Lasertherapie.

Trinken

30 bis 35 ml pro kg Körpergewicht und Tag. Z.B. bei einem Gewicht von 80 kg 2,4 bis 2,8 Liter Flüssigkeit pro Tag.

Tumor:

Allgemein jede umschriebene Schwellung von Körpergeweben; im engeren Sinn Geschwulst, die je nach ihrem Wachstumsverhalten als gut- oder bösartig eingestuft wird.

Tumormarker (Chromogranin A):

Stoffe, die von den Tumorzellen produziert und in die Blutbahn abgegeben werden. Der spezifische Tumormarker für GEP-Tumoren ist das Chromogranin A.

TUMT

Bei der Transurethralen mikrowelleninduzierten Thermotherapie (TUMT) wird das Prostatagewebe mit Mikrowellen-Energie durchflutet. Dies bewirkt eine Rückbildung des krankhaften Gewebes und vermindert die Empfindlichkeit des Blasenausgangs. Auch bei chronischer Entzündung ist diese Therapieform wirksam.

TUNA

Bei der Transurethralen Nadelablation (TUNA) wird das Prostatagewebe unter Schonung der Harnröhrenschleimhaut durch zwei sehr dünne Nadeln, die parallel zum Gewebe eingeführt werden, mittels Hochfrequenz-Strom behandelt. Dabei entstehen im Gewebe Temperaturen bis 98 °C, die zu einer Schrumpfung des Gewebes führen.

Überzuckerung:

Hyperglykämie – erhöhter Blutzuckerspiegel.

Ultraschall:

sind mechanische Schwingungen und Wellen in elastischen Medien mit Frequenzen oberhalb der menschlichen Hörgrenze (über ca. 20 kHz). Ultraschall ist gut für die Übertragung von Energie auf feste, flüssige und gasförmige Stoffe geeignet. Ultraschall zeichnet sich durch hohe Werte der Leistungsdichte aus - bei einer Fokussierung werden einige 100 W/cm³ erreicht. Anwendung findet Ultraschall u.a. zur Nachrichtenübermittlung unter Wasser, in der Werkstoffprüfung und -bearbeitung, bei der Entgasung von Flüssigkeiten oder Schmelzen sowie zur Reinigung schwer zugänglicher Oberflächen kompliziert geformter Gegenstände in Flüssigkeitsbädern, in der Chemie, in der Mikroskopie und in der Medizin (Ultraschalldiagnostik und Ultraschalltherapie = HIFU).

Ultraschalldiagnostik:

Diagnostisches bildgebendes Verfahren unter Anwendung von Ultraschallwellen. Die Wiedergabe von Bewegungen und Abläufen ist möglich und es besteht keine Strahlenbelastung.

Unterzuckerung:

Hypoglykämie – zu niedriger Blutzuckerspiegel.

Viren

Viren sind winzige infektiöse Gebilde aus  DNA oder RNA und ggf. einer Proteinhülle. Sie können sich nicht selbst vermehren, sondern nur mit Hilfe einer Wirtszelle. Gewisse Viren können auch Ihre Wirtszelle verändern und so Krebs auslösen. Forscher gehen davon aus, dass jeder fünfte Krebs auf Viren zurück geht. 

Vitamin D3

Vitamin D ist streng genommen kein Vitamin, sondern um ein Hormon. Es kann im Gegensatz zu den meisten anderen Vitaminen vom Körper selbst gebildet werden - allerdings unter Einwirkung von Sonnenlicht (UVB-Strahlung) über die Haut. Vitamin D ist an hunderten von Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt und hat für unsere Gesundheit daher eine herausragende Bedeutung. Das Problem: Etwa 80 Prozent der Deutschen sind nicht ausreichend mit Vitamin D über das Sonnenlicht und die Nahrung versorgt - insbesondere im Norden! Vitamin D kann Erkältung, grippalen Infekten, Tuberkulose, Osteoporose, Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, PMS, Alzheimer, Parkinson, MS, Diabetes, Morbus Cron und andere Darmerkrankungen, Hashimoto, Psoriasis, Neurodermitis, Rheuma verhindern oder deren Verlauf wesentlich verbessern. Aber nicht nur das. Das aktive Vitamin D reduziert auch das Wachtum von Prostata-, Brust- und Darmkrebszellen direkt vor Ort. Nach Ansicht des Epidemiologen Cedric Garland von der University of California in San Diego/USA ist Vitamin-D-Mangel grundlegend an der Entstehung von Tumorerkrankungen beteiligt. Um den Vitamin-D-Spiegel zu ermitteln lässt der Arzt im Serum das 25(OH)Vitamin-D3 in ng/ml oder in nmol/l messen. Der Wert sollte deutlich über 20 ng/ml liegen, am besten zwischen 50 und 100 ng/ml !!! Liegt er zu niedrig, kann man in kontrolliert erhöhen.
Siehe dazu den Vitamin-D-Rechner -> hier .
Dort kann man auch ng/ml in nmol/l oder umgekehrt umrechnen und weitere wertvolle Informationen finden. 



Zentrales Nervensystem:

Das Nervensystem in Gehirn und Rückenmark wird als zentrales Nervensystem bezeichnet. In Ergänzung zu diesem System gibt es das periphere Nervensystem, das aus Nervensträngen (Leitungen) besteht, welche Impulse des zentralen Nervensystems zu den Erfolgsorganen (z. B. Muskeln) leiten.

Zytostatika (Chemotherapeutika):

Medikamente, die direkt wachstumshemmend bzw. abtötend auf Tumorzellen wirken. Leider werden dabei auch gesunde Zellen geschädigt.

 

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